Mythos: Schlechtes Licht schadet den Augen

Wir alle haben diese Aussage schon einmal gehört: Lesen, bei schlechtem Licht, schadet den Augen. Doch aufgepasst, denn jetzt gibt es Entwarnung! Aktuelle Studien der Augenheilkunde haben bewiesen, dass die Sehkraft beim Lesen unter schlechtem Licht, z.B. durch eine Taschenlampe, nicht beeinträchtigt wird.

Fast jeder hat bereits bei schwachem Licht ein spannendes Buch gelesen. Vor allem Kinder verbergen sich, wenn die Lektüre noch nicht beendet ist, gerne unter der Bettdecke. Eine Brille wird deswegen aber keines von ihnen brauchen.

Was passiert in unserem Auge überhaupt? Tatsächlich ist es so, dass das Auge wirklich mehr Licht für gutes Arbeiten braucht. Damit dieses bei Dämmerung oder im Dunkeln durch die Pupille fallen kann, muss sich unser Augenmuskel besonders anstrengen, er muss die Pupille offen halten. Das Licht fällt durch die Pupille auf lichtempfindliche Zellen, die "Sehrezeptoren". Diese Zellen enthalten einen Farbstoff, der mit Licht reagiert und Nervensignale auslöst, welche schließlich im Gehirn verarbeitet werden. Natürlich ist dieser Prozess für den Augenmuskel sehr anstrengend und ermüdend. Kopfschmerzen oder rote Augen können die Folge sein. Die Sehkraft wird hierbei jedoch nicht beeinflusst, denn die Augen erholen sich im geschlossenen Zustand ziemlich schnell.

Auch wenn das Lesen bei schummrigen Licht anstrengt, kann der Augenmuskel dadurch trainiert werden. Wer seine Augen regelmäßig in dieser Form beansprucht, wird auf Dauer nichts Negatives bemerken. Trotzdem sollte man dem Muskel hin und wieder etwas Gutes tun. Am meisten freuen sich Ihre Augen über eine kleine Pause. Schließen Sie sie einfach kurz oder nutzen Sie spezielle Augentropfen aus Ihrer Apotheke.

Sollte es jedoch nötig sein, das Buch beim Lesen plötzlich etwas weiter weg halten zu müssen, sollten Sie den Optiker Ihres Vertrauens aufsuchen. Wahrscheinlich handelt es sich um einen altersbedingten Effekt. Eine Lesebrille kann notwendig werden.

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